Systeme u. Bunker auf der Webseite “Hautnachrichtenzentrale” Das RFN der Partei u. der NVA/ Übergabe der Netze an die Deutsche Post (DP)       Strausberg, Stadt a. See home Eine umfassende Darstellung zur Geschichte der RFN. Sie ist erforderlich, da vielen Bürgern kaum bekannt. Der Zeitzeuge, Planer, Miterrichter des Netzes der NVA, R. Grollmisch, stellte auf der Basis seiner Erinnerungen eine Version der Entwicklung in seinem eigenen Blog dar, der nun leider nicht mehr erreichbar ist.  Man darf ihr zustimmen, aber auch eine eigene Meinung haben. Einerseits bekennt der Zeitzeuge die mangelnde Quellenlage, speziell bezogen auf die Übergabe der Netze an die Deutsche Post (DP), andererseits werden Leser auf die Quellen orientiert, von deren Existenz bisher keiner Kenntnis hat. Meine Schlussfolgerungen basieren auf betrieblichen Ereignissen, Beschlüssen des NVR und Dokumenten des Schriftverkehrs zwischen der Ver- waltung Nachrichten im MfNV mit Dienststellen der DP/Bundespost aus dem Jahr 1990, als man über Änderungen an der Struktur der Netze und ihrer Weiternutzung diskutierte. Sie erweitern meine bisher kurz gehaltenen und dargestellten Sachverhalte auf Webseite und in Foren.  Unbestritten ist, die Netze wurden kostenlos an die DP übergeben. Generalleutnant Dr. Walter Paduch, bis 1990 Stellvertreter des Chefs des Hauptstabes der NVA und Chef Nachrichten und Automatisierung, bezeichnet die Übergabe in seinen Aufsätzen zur „Geschichte der NVA – Nach- richten- und Flugsicherungsgruppen – 1956 bis 1990“, als „Umsetzung“. Eine Vereinbarung mit dem MPF (Ministerium für Post- und Fernmelde- wesen) von 1983 (siehe Hinweis darauf unten) regelte die weitere Nutzung durch die NVA. Alle Bemühungen zur Verhinderung der Umsetzung infolge der von General Paduch beschriebenen technisch ausgelassenen Modernisierung/ Digitalisierung des Gesamtnetzes mit Gruppenver- schlüsselung wurden vom Zentralkomitee der Partei und dem MPF abgelehnt. Dafür gab es mit Sicherheit berechtigte Gründe. Dazu meine Sicht auf die Dinge:    1. Der Nationale Verteidigungsrat der DDR (NVR) hat am 23.08.1980 die zu diesem Zeitpunkt gültigen Grundsätze für ein „Einheitliches Nach- richtensystem der DDR im Verteidigungszustand – Anordnung Nachrichtenverbindungen“, bis hinunter auf die Bezirksebene beschlossen. Tarnbezeichnung „FERRIT“. Aus dem Beschluss wird die Errichtung eines neuen teilgeschützten Richtfunknetzes der zentralen Ebene nicht bekannt. Bekannt aber wird ein solcher mit den Kennziffern im Planteil III für den Zeitraum 1986 – 1990 und aus einem Beschluss des NVR vom 05.02.1988, der den Verzicht der Errichtung des Netzes infolge der schwierigen wirtschaftlichen Lage in der DDR bis 1990 vorsieht. Für das Netz und den Ausbau der Drahtverbindungen auf zentraler Ebene waren rd. 57 Mio Mark geplant. Davon wurden mit dem NVR- Beschluss von 1988, 46,5 Mio Mark freigegeben. Die Errichtung des Netzes wurde in den Zeitraum 1991 – 1995 verschoben. Warum also in die alten Richtfunknetze Netze investieren ? Die beabsichtigten Anstrengungen von General Paduch zur Erhaltung der alten Netze mussten scheitern. 2. Das Sondernetz 1 war in etwa zu gleichen Zeit mit der oberen Netzebene in Betrieb gegangen als “FERRIT” beschlossen wurde. Die Vorzüge des Netzes gegenüber anderen wurden auch von den richtfunkberechtigten Teilnehmern geschätzt, denen das Herstellen von Richtfunkverbin- dungen im täglichen Dienst gestattet war. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre wurde jedoch bis auf wenige Ausnahmen die automatische Ein- wahl in das Richtfunknetz technisch gesperrt. So ist es auch der Anlage zum Fernsprechverzeichnis des Standortes Strausberg vom 01. März 1989 zu entnehmen. Damit wurde den Möglichkeiten des „Gegners“ zur Aufklärung entgegen gewirkt. Das Netz hatte für den täglichen Dienst seine Be- deutung verloren. Für höhere Stufen der Gefechtsbereitschaft blieben beide Netze „unbeschadet“. Mit der Übergabe an die DP gingen beide Netze in eine Hand. Hauptnutzer blieben Partei und NVA. Die Verrechnung der Leistungen erfolgte über die Entrichtung von postalischen Gebühren. Im Sprachgebrauch wurde die Bezeichnung Richtfunknetz der Partei oder der NVA kaum genutzt. In der Regel war es immer das Richtfunknetz der Partei, wobei auch die Bezeichnung Schmalbandrichtfunknetz vor der Übergabe an die DP nicht unüblich war. 3. Die NVA betreffend, beziffert General Paduch im o.a. Sachbuch die Gebühren als Betriebskosten. Sie sind von 5 Mio Mark 1984 auf 11. Mio Mark 1988 gestiegen. Im Verhältnis dazu die Gebühren der NVA für die Jahre 1989 und 1990 in folgender Grafik (Auszug). Bestrebungen die Netze bis 1995 zu erhalten, mussten im 1.Halbjahr 1990 aufgegeben werden. Das endgültige aus für die Netze kam zum 31.08.1990, alle bis zu diesem Zeit- punkt genutzten Richtfunkkanäle wurden von der NVA gekündigt.   Die NVA als einer der Hauptnutzer des Netzes nach 1984 hat entsprechend den Vereinbarungen Mietgebühren an die DP bezahlt. Unter diesem Ge- sichtspunkt erscheint die von General Paduch erklärte  Höhe der Betriebskosten/ Mietgebühren strittig und unbelegt. 4. Nach R. Grollmisch sollte das Richtfunknetz der NVA weiter bestehen.  Es stellen sich Fragen - ein neues Netz war beschlossen. Warum eine Verein- barung zwischen dem MfNV und dem MPF, Staats- sekretär Calov.  Richtig scheint, die Vereinbarung betraf Fragen der weiteren Nutzung, Gebühren und ergänzend den Fortbestand der Hauptrichtfunk- zentrale Stülpe der NVA als militärisches Objekt. Dazu kamen weitere Verträge gemäß „Raumnut- zungsordnung“ zwischen der DP und Dienststellen der NVA. Gesonderte Vereinbarungen der Minis- terien des Innern, für Staatssicherheit und des Zolls mögen durchaus abgeschlossen worden sein. Zur Nutzung des Netzes durch sie gibt es bisher keine Belege. 5. Bezug genommen wird auf die 1989 diskutierte Nutzung des Richtfunknetzes zur besseren Versor- gung der Bevölkerung mit Fernsprechanschlüssen. Sie gab es, spielte jedoch eine untergeordnete Rol- le und wurde von allen Bezirksdirektionen der DP abgelehnt. Vorrangig aber ging es um die Heraus- lösung der Hauptrichtfunkzentrale Stülpe der NVA aus dem Primärnetz und die Übergabe des Objektes sowie die Abstützung der Fernsprech- und Fernschreibwahlnetze des MfNV/ MfAV im Netz der DP auf drei Vermittlungsstellen (Neubrandenburg, Leipzig, Frankfurt (O) bei Beibehaltung der manuellen Schaltfähigkeit der vermittelten Kanäle auf den Bezirksrichtfunkübertragungsstellen. So ist es einem Festlegungsprotokoll aus dem MPF zu entnehmen. Es ist von Dr. U. am 21.06.1990 bestätigt worden und liegt vor.      J.Kampe   Kommentar zur Geschichte des Richtfunknetzes der Partei u. NVA, sowie mögliche Gründe zur Übergabe der Netze an die Deutschen Post der DDR per 01.01.1984.      2005 - 2020 J.Kampe Rezensionen Programm Delphin Befehl Filigran Eichenthal / Buch Eichenthal / DVD Ojekt Hillersleben Honecker-Bunker Gigantische Bauten   Kritisches Eichenthal / Medien Eichenthal / Spezial Eichenthal / Leseprobe Eichenthal / Antwosrten Kossa / Pressebeitrag DDR geheim / MDR SAS- und Chiffrierdienst Polit.Memoriale MV e.V. Nordmagazin / NDR Telefonspionage       Na.- Zentrale des MfNV  Na. - Zentrale “Wostok” Na. - Bunker Strausberg Fernsprechsonderanlage Funksendezentrale Kagel Operativ -Techn. - Dienst Übertragungsstelle 2 STRBG 2/ ÜSt Strausberg Sicherstellung Paraden Rohrpost ONZ 2 Hubertusstock Stockholm Inspektion A-System Monument Fernsprechüberwachung Netzersatzanlage Bücher / Video Sicherheit der DDR NVA / Koalitionsarmee System “BARS” NZ  “Wostok” / Digital GSSD / Wünsdorf Geschichte Na-Truppen BA des Kalten Krieges Bunker Wollenberg Adjutant seiner Macht p+v Verlag Dr. Erwin Meissler HptNZ u. andere Themen  Struktur Entwicklung  Hauptaufgaben Wahrheit im Web Videothek Zusammenwirken mit DP Waffenbrüdershaft 04.05.1990 Hardthöhe Fernmeldevers.Strausberg Heisser Sommer 1968 20 Jahre danach Das Ende 1990 HptNZ Fake News The Cold War Holleben / Saalekreis Männerchor Holleben Links Kontakt Impressum   Systeme / Bunker Troposphärenfunk “BARS” Spiegel Online /Wollenberg Not- und Havarienetz Sonderfernsprechnetz RFN d. SED u. NVA RFN-Turm Gr. Inselsberg RFN- Fakten / Dokumente RFN Kommentar Richtfunkachse mobil Wtsch Regier.Verbindungen Sondernetz 1 MfS Verkehrsfunknetz Satellitenkommunikation “Neues Haus” Weimar Führungsstellen MfS OFZ / MfNV Ausweich FüSt. MfNV HFüSt. MfNV Harnekop Bunker Strausberg Bunker Tessin Bunker Kossa  Bunker Saarow